Australien, the wonderful Oz





Australien, im Englischen und Lateinischen Australia genannt, wird abgeleitet vom Lateinischen Terra Australis was soviel heisst wie "südliches Land". Der offizielle Name ist Commonwealth of Australia und ist der flächenmässig sechstgrösste Staat der Erde. Australien umfasst die Hauptlandmasse des Kontinents wie auch die vorgelagerte Insel Tasmanien und einige kleinere Inseln. Als Aussengebiete gehören auch die pazifische Norfolkinsel, die Kokosinseln, die Weihnachtsinsel und die Ashmore- und Cartier-Inseln im Indischen Ozean sowie die subantarktischen Inseln Macquarieinsel und Heard- und McDonald-Inseln sowie das das Australische Antarktis-Territorium.
Australien liegt auf der Südhalbkugel, südlich von Indonesien und Papua-Neuguinea und nordwestlich von Neuseeland. Hauptsächlich in Australien selbst wird Australien auch als Oz bezeichnet. Wir Europäer kennen die Bezeichnung Oz meist nur aus dem Märchenland aus "Der Zauberer von Oz". Allgemeingültig für Australien sind die Sammelbezeichnungen Down Under, Australasia (Südliches Asien) oder auch kurz A´sia, womit Australien, Neuseeland und die umliegenden Inseln zusammengefasst werden.
Durch die grosse Nord-Süd Ausdehnung finden wir in Australien sehr unterschiedliche Klimazonen, die hauptsächlich von drei Phänomenen bestimmt sind, dem Tropischen Tiefdruckgürtel, der Passatwindzone und den subpolaren Westwinden. Zuerst finden man ein tropisches Klima im Norden, woran sich dann ein subtropisches Gebiet anschliesst. Im Süden des Kontinents ist gemässigtes Klima zu finden.
Das Sommerhalbjahr dauert von Novemver bis April und im Norden treten starke Regenfälle aufgrund des Hitzetiefs auf. Über dem Timorsee kommt es auch zu Wirbelstürmen. In Südaustralien bleibt es in dieser Zeit weitgehend niederschlagsfrei.
Das Winterhalbjahr dauert von Mai bis Oktober. Hier bleibt es im Norden meist trocken und im Süden und Südwesten gehen Niederschläge nieder. In den Gebirgen des Ostens jedoch bringen die Südostpassatwinde ganzjährig Steigungsregen. Ganzjährig weitgehend trocken bleibt es im Landeszentrum. Seit rund 50 Millionen Jahren ist der australische Kontinent durch Ozeane von anderen Kontinenten getrennt, so dass sich eine eigenen Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen entwickeln konnte, wovon viele ausschliesslich in Australien zu finden sind.
Flora und Fauna
Australien bietet rund 20.000 heimische Pflanzenarten wovon ca. 85 % ausschliesslich
auf diesem Kontinent zu finden sind. Ein typisches Bild für die australische
Vegetation sind die Akazien- und Eukalyptusbäume, welche beide mehr als
600 Arten verzeichnen.
Ausgedehnte Waldgebiete finden sich im Südosten Australiens und in den tropischen Regenwäldern von Nordqueensland findet sich die dichteste Vegetation, jedoch ist durch starke Abholzung der Bestand und die Artenvielfalt gefährdet.
In Westaustralien, den Trockengebieten, findet man den Baobab-Baum, den man auch Flaschenbaum nennt. Er hat seinen Namen daher, da er das Wasser in seinem Stamm speichern kann. Von Grasland sind die weiten Flächen des landesinneren geprägt. Hier findet sich auch das Spinifex-Grasland, das etwa ein viertel der Landesfläche einnimmt. Spinifex wird noch einmal bei den Beschreibungen der Buschblüten vorkommen.
Bei den Tieren ist der bekannteste Vertreter der australischen Tierwelt das Beuteltier. Hier gibt es über 40 Arten von Känguruhs, Koalas, Wombats, Beutelmäuse, Kletterbeutler und die Tasmanischen Teufel. Die eierlegende Säugetiere, auch Kloakentiere genannt, kommen nur in Australien und Neuguinea vor. Ferner bekannt sind das Schnabeltier und der Ameisenigel.
Bevor Australien besiedelt wurde, waren die sogenannten Plazentatiere (die höheren Säugetiere) nur durch Fledermäuse, Flughunde, Robben und Nagetiere vertreten. Die durch den Menschen erst eingeführten Tiere wie Kamele, Füchse, Katzen und Hunde stellen heute jedoch eine starke Gefährdung für das australische Tierreich dar, in erster Linie für die heimischen kleinen Säuger, weil diese der Konkurrenz und dem somit erhöhten Raubdruck nicht gewachsen sind. Auch Nutztiere (Schafe und Rinder) machen den einheimischen Tiere den Lebensraum streitig, weil sie für ihre Ernährung riesige Flächen in den wüsten- oder steppenartigen Gebieten benötigen.
Bekannt ist Australien aber auch für seinen Artenreichtum in der Vogelwelt. Hier sind vor allem die zahlreichen Papageien (Kakadus, Sittiche, Loris) zu nennen wie auch der australische Eisvogel, der Kookaburra.
Aber natürlich
sind auf diesem einzigartigen Kontinent auch Reptilien in Vielfalt, vor allem
mit Echsen, Krokodilen, Schildkröten und Schlangen vertreten. 2/3 aller
hier vorkommenden Schlangenarten sind giftig und etwa 25 Arten für den
Menschen gefährlich, wie Tigerotter und Taipan. Im Bereich der gefährlichen
Tiere sind aber auch noch die verschiedenen Spinnenarten, wie die echten Witwen,
Haie und auch Würfelquallen zu nennen. Wobei wir auch schon im Wasser sind
und somit bei einem einzigartigen Lebensraum, dem grössten Korallenriff
der Erde, dem Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens. Durch
die industrielle Fischerei in den umliegenden Gewässern und den Tourismus,
ist hier jedoch die Gefahr einer nachhaltigen Störung des ökologischen
Gleichgewichts gegeben und somit das langsame Sterben dieses Korallenriffs.
Auf die Gefährdung von Flora und Fauna reagierte Australien allerdings
sehr früh mit dem Einrichten von grosszügigen Naturschutzgebieten,
die ebenso Teile des Meeres umfasssen, 12 % der Landesfläche sind mittlerweile
Schutzzonen. Bereits 1879 wurde der Royal Nationalpark gegründet, der sich
südlich von Sydney befindet und der zweitälteste Nationalpark ist.
Älter ist nur der bekannte Yellowstone-Nationalpark in den USA.
Copyright Britta
Vock 2007